Finanzielle Förderungen

Eingliederungszuschuss (EGZ)

Arbeitgeber können zur Eingliederung von förderungsbedürftigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, deren Vermittlung wegen in ihrer Person liegender Gründe erschwert ist, einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt zum Ausgleich vorhandener Minderleistungen erhalten (Eingliederungszuschuss).
Die Förderhöhe und die Förderdauer richten sich nach dem Umfang der Einschränkung der Arbeitsleistung der Arbeitnehmerin oder des Arbeitnehmers und nach den Anforderungen des jeweiligen Arbeitsplatzes (Minderleistung). Die Förderung kann - je nach Umfang der Minderleistung - bis zu einer Höhe von 50 Prozent des regelmäßig gezahlten Arbeitsentgelts sowie des pauschalierten Arbeitgeberanteils am Gesamtsozialversicherungsbeitrag für die Dauer von längstens zwölf Monaten als monatlicher Zuschuss geleistet werden.
Für ältere, behinderte sowie schwerbehinderte Menschen kann im Einzelfall der Leistungsumfang erweitert werden.
Der Eingliederungszuschuss ist vom künftigen Arbeitgeber vor Arbeitsaufnahme bei der Agentur für Arbeit beziehungsweise dem Jobcenter zu beantragen. Sie können mit Ihrer persönlichen Ansprechpartnerin oder Ihrem persönlichen Ansprechpartner telefonisch oder schriftlich Kontakt aufnehmen oder Sie nutzen die bundesweit einheitliche Telefonnummer des Arbeitgeberservice der Bundesagentur für Arbeit: 0800 - 4 5555 20 (Der Anruf ist für Sie gebührenfrei.).

Förderung von Arbeitsverhältnissen (FAV)

Häufig sind sich Personalverantwortliche überhaupt nicht bewusst, dass es in ihren Unternehmen auch Jobs für geringer Qualifizierte gibt. Gerade Menschen mit einer teilweise schwierigen Vita, die schon länger arbeitslos sind, finden nur schwer eine neue Beschäftigung. Dabei haben auch diese Menschen berufliche Qualifikationen und Lebenserfahrungen, die sie für einfache Tätigkeiten gewinnbringend einsetzen könnten.

Voraussetzung

Es muss ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis abgeschlossen werden und die Antragstellung muss vor Arbeitsaufnahme durch den zukünftigen Arbeitgeber erfolgen.

Förderfähiger Personenkreis

Die Förderung kann nur für langzeitarbeitslose Personen erfolgen, die besonders schwerwiegende Vermittlungshemmnisse aufweisen und Ihnen durch das Jobcenter vorgeschlagen wurden.

Höhe der Förderung

  • Die Höhe der Förderung ist abhängig von der individuellen Leistungsfähigkeit der Personen in Bezug auf den konkret zu besetzenden Arbeitsplatz.
  • Erfolgt als monatlicher Zuschuss bis zu 75 Prozent vom regelmäßig gezahlten Arbeitsentgelt sowie des pauschalierten Arbeitgeberanteils am Gesamtsozialversicherungsbeitrag.

Förderdauer

Der Förderzeitraum beträgt in der Regel 12 Monate. Eine Verlängerung um weitere 12 Monate ist gegebenenfalls im Einzelfall möglich.

Wichtig zu wissen: Die geförderte Beschäftigung unterliegt nicht der Versicherungspflicht zur Arbeitslosenversicherung!

Weitere Information zu Bewerberinnen und Bewerbern und individueller Beratung erhalten Sie im Jobcenter Lübeck.

Ihr Ansprechpartner vor Ort

Thomas Hesemeier
Hans-Böckler-Str. 1
23560 Lübeck
Telefon 0451 / 588-360
Mobil 0160 / 90885123

Förderung der Umwandlung eines versicherungsfreien in ein versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis

Wenn Sie eine Mitarbeiterin bzw. einen Mitarbeiter auf geringfügiger Basis beschäftigen und sich die Möglichkeit bietet, deren bzw. dessen Stundenzahl anzuheben und das Arbeitsverhältnis in ein versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis umzuwandeln, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss zum monatlichen Entgelt für maximal 12 Monate erhalten.

Voraussetzungen

  • Vor Antragstellung müssen die Arbeitnehmer mindestens einen Monat beim Jobcenter Lübeck arbeitslos gemeldet gewesen sein.
  • Die geringfügige Beschäftigung (§ 8 Abs. 1 Nr.1 SGB IV) muss ebenfalls bereits mindestens einen Monat lang bestanden haben.
  • Der Antrag ist vor dem leistungsbegründenden Ereignis (= Tag des Abschlusses des versicherungspflichtigen Arbeitsvertrages, spätestens jedoch am Tag der Arbeitsaufnahme) zu stellen.
  • Die Arbeitszeit muss mindestens 15 Stunden wöchentlich betragen.
  • Die Höhe des Entgeltes muss dem tariflichen oder ortsüblichen Lohn / Gehalt entsprechen.

Förderausschluss

  • Keine Förderung für Ehepartner oder Verwandte des Antragstellers sowie Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft.
  • Keine Förderung bei bereits früherer versicherungspflichtiger Beschäftigung im Unternehmen. Tritt dieselbe Person unter verschiedenen Firmen auf, gelten diese als ein Unternehmen.

Die persönliche Ansprechpartnerin bzw. der persönliche Ansprechpartner Ihrer Mitarbeiterin bzw. Ihres Mitarbeiters gibt Ihnen gern weitere Informationen.